GEO - Cuellaje Ecuador

Die Bergregenwälder von Ecuador gehören zu den artenreichsten Ökosystemen der Erde - und zu den gefährdetsten. In den immergrünen, nebelverhangenen Wäldern an den Andenhängen leben bedrohte Brillenbären und Braunkopf-Klammeraffen, zahlreiche Orchideen, Farne und Amphibien kommen nur hier vor. Den Menschen in den Tälern liefern die Wälder kristallklares Trinkwasser. All das ist bedroht durch Bergbau, Abholzung und wachsende Ackerflächen.
Seit 15 Jahren hilft „GEO schützt den Regenwald“ kostbare Nebelwaldflächen in der Region Intag im Norden Ecuadors unter Schutz zu stellen: In Kooperation mit der lokalen Organisation DECOIN und dem Ökoenergieanbieter LichtBlick wurden 8.000 Hektar Wald aufgekauft und den Gemeinden unterstellt. Dort gilt nun: Straßenbau, Abholzung, Jagd und Fischerei verboten!

Allerdings haben die Gemeindewälder noch Lücken, meist durch ehemalige Viehweiden. Diese sollen nun mit 28.000 Bäumen aufgeforstet werden. Die Setzlinge von rund einem Dutzend heimischer, teils seltener Arten werden in lokalen Baumschulen produziert. Darunter sind auch viele tausend „Futterbäume“, deren Früchte unter Brillenbären begehrt sind. Denn noch mangelt es den auch Andenbären genannten Raubtieren in den geschrumpften Lebensräumen an Futter. Am Rand des Gemeindewaldes von Cuellaje sind deshalb Konflikte vorprogrammiert, da die Bären das Vieh der Bauern attackieren.
Die lokalen Bauern möchten wir außerdem mit 2.000 Frucht- und Schattenbäumen für ihren Bio-Anbau von Arabica-Kaffee unterstützen: Der Hochlandkaffee gedeiht nur im Schatten.

So können nicht nur Lücken im Wald geschlossen, sondern auch das Einkommen der Bauern langfristig gesichert werden.

Ort: Ecuador
Grund Flächendegradierung: Beweidung
Partner: GEO schützt den Regenwald e.V.